Orientalische Instrumente

 

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Saiteninstrumente:

 

 Ud: (vom arabischen al Oud auf Deutsch das Holz )

 

OUD

 

Die Ud gehört zur Familie der Kurzhalslauten. Der Korpus (=Klangkörper) wird aus Holz gefertigt, und verfügt über einen weichen, schmelzenden Klang. Die Ud ist eines der Hauptinstrumente der arabischen Musiktradition.

Historie: Schon zur präislamischen Zeit war sie das beliebteste Instrument, und ist es bis heute geblieben. So orientiert sich das arabische Tonleiter- System an den Bünden der Laute. Sie ist wahrscheinlich das bekannteste und auch älteste Instrument in der Ahnengalerie der Gitarre. Der Name „Laute“ kommt vom arabischen AlÓud („das Holz“) und weist deutlich auf ihren orientalischen Ursprung hin. Ursprünglich stammt die Ud aus Persien, und kam im 8. Jahrhundert über das arabische Andalusien mit den Troubadouren (=Erfinder von Versen bzw. altfranzösisch trouver: finden oder erfinden, Dichter und Dichterkomponisten, die von der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Frankreich ihre Blütezeit erlebten) in das mittelalterliche Europa, und erlebte im 16. Jahrhundert den Höhepunkt ihrer Popularität. Sogar Johann Sebastian Bach schrie Werke für das „arabische Holz“, dass erst im 18. Jahrhundert durch das Klavier ersetzt wurde. Die Bezeichnung für „Laute“ weisen in fast allen europäischen Sprachen auf seine arabische Herkunft hin: altspanisch „alaude“ , italienisch „liuto“, englisch „lute“, deutsch „Laute“ – einige Sprachen haben sogar noch den arabischen Artikel „al“. Die Ud wurde zu einem der wichtigsten Instrumente der abendländischen Musikgeschichte.

Die Laute hatte ursprünglich nur vier Saiten. Jede dieser vier Saiten symbolisiert ein menschliches Temperament, bzw. die damals bekannten Körpersäfte wie Blut, die gelbe und die schwarze Galle und das Phlegma (=Als Phlegmatiker vom griechischen.: phlegma = kalter und zähflüssiger Körperschleim wird ein Mensch bezeichnet, der langsam, ruhig und schwerfällig ist. Dem zähflüssigen Körpersaft entsprach nach antiken Vorstellungen das schwerfällige Temperament. Dem Phlegmatiker sei häufig "alles egal"). Zitiab, der berühmte andalusische Künstler, fügte im 9. Jahrhundert in Cordoba eine fünfte Saite hinzu – die Seele.

Die Renaissance- Laute war in der Regel mit sechs Saitenpaaren („Chören“) in der Stimmung G-C-F-A-D-G bespannt (auf die E- übertragen E-A-D-F#-H-E). In der Barockzeit (= Der Ausdruck Barock portugiesisch barocco = "schiefrund, merkwürdig" und französisch baroque = "Auswucherung, Warze", bedeutet auch unregelmäßige Perle - hergeleitet vom portugiesischen Wort „barroco“,  bezeichnet die kunstgeschichtliche Stilepoche ca. von 1575 bis 1770, die der Renaissance folgte bzw. dem Klassizismus vorausging.)
wurde der Umfang des Instruments auf bis zu 13 Chöre in verschiedenen Stimmungen
( „Scordaturen“) erweitert. Die Notation (=Als Notation bezeichnet man in der Musik das grafische Festhalten von musikalischen Parametern wie Tonhöhe, -dauer und -lautstärke in einer dazu entwickelten Notenschrift. Sie dient einerseits dazu, bereits bekannte Musikstücke schriftlich zu dokumentieren, und ersetzt so zum Teil die Überlieferung durch Vorspielen oder Vorsingen.) erfolgte in Tabulatur (=Unter Tabulatur versteht man in der Musik Griffschriften für jeweils ein spezielles Musikinstrument im Gegensatz zur üblichen, Tonhöhe und -dauer darstellenden Notenschrift.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurden Tabulaturen dazu erfunden, mehrere Stimmen polyphoner Vokalmusik für ein Instrument zusammenzuschreiben, zu tabulieren. In der Musik Westeuropas wurden im späten Mittelalter, der Renaissance und im Barock verschiedene Formen von Tabulaturen für Saiteninstrumente wie Laute, Vihuela, Gambe und Harfe sowie für Tasteninstrumente wie Orgel, Cembalo und Virginal verwendet.
Tabulaturen sind instrumentenspezifisch, d. h. jeweils nur auf dem Instrument zu verwenden, für das sie geschrieben sind: eine Orgeltabulatur kann man nicht einfach auf der Laute abspielen (und umgekehrt). Das gilt besonders für Tabulaturen für Lauteninstrumente untereinander, die sich durch ihre verschiedene Saitenzahl und Stimmung voneinander unterscheiden.)
Die gebräuchlichste arabische Stimmung ist D-G-A-D-G-C, in Syrien und Ägypten werden allerdings Instrumente mit fünf Chören bevorzugt. Die größte Differenz zur Laute, ist das Fehlen von Bünden (=Bei vielen Saiteninstrumenten ist das Griffbrett durch Bünde unterteilt, die die Verkürzung der Saiten und damit Veränderung der Tonhöhe bewirken, wenn der Spieler seine Finger an oder zwischen sie setzt.
Ursprünglich waren die Bünde aus Schnur oder Darm und um den Hals „gebunden“ (wie bei der Gambe), heute haben viele Instrumente in das Griffbrett eingelassene Bünde aus Metall. Bei der Gitarre sind die Bünde zumeist aus Neusilberdraht gefertigte und ins Griffbrett eingelassene Erhebungen.

Andere Saiteninstrumente haben keine Bünde, so z. B. die Vertreter der Geigenfamilie. Bei dem Violoncello und dem Kontrabass waren allerdings Bünde bis zum 18. Jahrhundert üblich. In der Pop- und Rockmusik kommt der bundlose („fretless“) E-Bass vor. Das verlangt dem Spieler ein höheres Maß an Präzision ab, um die Töne genau zu treffen. Außerdem ändert sich der Klang des Instrumentes; Kenner beschreiben diesen Klang als „schnurrend“ oder „weich“.

Bei den meisten Instrumenten ändert sich die Tonhöhe von Bund zu Bund um einen Halbton.
Das folgende Bild veranschaulicht, wie sich Bünde auf das Greifen der Saiten auswirken:


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Die klassischen Ud Kompositionen sind deshalb einstimmig, oft mit Pedaltönen (=Ein Orgelpunkt oder Pedalton ist in der Musik die Bezeichnung für einen lang ausgehaltenen oder in bestimmtem Rhythmus wiederholten gleichen Ton, zu dem sich andere Stimmen harmonisch frei bewegen.) zur Erzeugung einer sukzessiven Mehrstimmigkeit.
Das freie Intonieren (= vom lat. Einstellung der Stimme auf eine bestimmte Tonhöhe.) erlaubt das Spielen von Mikrointervallen (=Als Mikrointervall wird in der musikalischen Akustik meistens der absolut kleinste Abstand in einer vorher gewählten logarithmischen Skala eines bestimmten Intervalls bezeichnet, in der Regel ist das die Oktave. Mikrointervalle können jedoch auch definierte ungleichmäßige Abstände innerhalb einer Oktave eines bestimmten Tonsystems haben.), charakteristisch sind auch Glissando-Effekte(= Der Begriff Glissando (auch glissato, glisscato, glissicando; vom französischen glisser „gleiten“ abgeleitet) bezeichnet in der Musik die kontinuierliche (gleitende) Veränderung der Tonhöhe innerhalb eines größeren Intervalls.) Die arabische Musik folgt dem Kompositionsprinzip des Maqam.

 

 

 

 

 

Kanoun: (Qänum, Kanun auf Türkisch, Qanun,

auf arabisch bedeutet Kanoun = Regel, Gesetz)

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Der Kanoun ist ein Saiteninstrument das in Aussehen und Klang der Zither oder dem Hackbrett ähnelt. Bekannt ist der Kanoun seit dem 10. Jahrhundert, und ist sowohl in den arabischen Ländern als auch in der Türkei verbreitet. Es ist ein großes, rechtwinkliges, trapezförmiges Instrument aus Holz mit 63 bis 84 Saiten. Die Saitenzahl kann je nach geographischer Region variieren. Es wird mit kleinen Zupfplektren an den beiden Zeigefingern gespielt (vgl. Bild). Früher setzte sich der Kanoun- Spieler im Schneidersitz auf den Boden, und hielt das schwere Instrument auf den Knien. Heute hat er es etwas leichter: Der Musiker sitzt auf einen Stuhl, und der Kanoun liegt vor ihm auf dem Tisch. Als Vorläufer des Cembalos hatte das Kanoun ebenfalls Einfluss auf die europäische Musik.
Genauso wie beim Cembalo oder beim Klavier spielt die rechte Hand die Höhen, und die linke Hand die Bassparts. Wie kein anderes Instrument bestimmt der Kanoun die Virtuosität und Ausdruck des arabischen Spiels.

 

 

Saz:(aus dem Persischen, wo es unter

anderem „Musikinstrument bedeutet)

 

Saz

Die Saz ist die türkische Laute. In der Türkei wird das Instrument auch Bag(lama genannt. Es ist das traditionelle Begleitinstrument der Barden, die man in Anatolien und im Kaukasus As,?k (Ashyq, Ashuq, aus dem Arabischen ???? "der Liebende") nennt. In ihrer ganz kleinen Ausführung heißt die Laute Cura. Daneben gibt es noch Instrumente mit längeren Hals, die Bozlak genannt werden. Je nach Region und Ausführung sind weitere Arten, nämlich Bag(lama, Divan Saz?, Bozuk, Çög(ür, Kopuz Irizva, Cura oder Tembur, bekannt. Das kleinste Instrument mit dem höchsten Ton ist die Cura. Eine Oktave tiefer und ein wenig größer ist die Tambura. Die Divan Saz ist die größte und im Ton tiefste Art dieser Langhalslaute.
Ähnliche Instrumente finden sich im Balkanraum, in Griechenland, Armenien, Aserbaidschan, Iran und in Zentralasien.
Die zwei geläufigsten Arten zur Stimmung des Instruments sind: D-G-A (bag(lama düzeni) und A-D-G (kara düzen). Die letzte wird meistens bei Instrumenten mit einem längerem Hals verwendet. In der Regel hat das Instrument 6-7 Saiten, die zu drei Bündeln zusammengefasst sind (selten: 4 Bündel bei der sog. " 4 telli", was übersetzt "4 saitige" bedeutet, was aber eigentlich 4 Bündel mit je 2 Sei(ai)ten darstellt). Das obere Bündel hat 2 Saiten, das mittlere auch 2 und das untere kann 2 oder 3 haben. Im oberen und im unteren Bündel gibt es je eine Bass-Saite, die dicker ist, als die anderen. Gespielt wird die Saz meist mit einer Art Plektrum aus einer Gummi-Plastik Mischung, wobei seit einigen Jahren sich eine Art des Sazspielens verbreitet hat, welche nicht überall gängig und bekannt ist, nämlich das Spielen ohne Plektrum sondern mit den Fingern (selpe(streichen ,zupfen)). Des Weiteren gibt es natürlich auch die elektrische Saz , welche es generell in 2 Ausführungen gibt:

  1. Die klassische Form (Birnenform) und
  2. E-Gitarren-Look (sieht fast genauso aus wie eine E-Gitarre, ist aber von Kennern zu Unterscheiden von einer Gitarre). Der Laie wird wohl keinen Unterschied sehen. Die Elektronik ist auch weitgehend mit der einer E-Gitarre identisch (bsp. Schaller oder DiMarzio Tonabnehmer).

 

Einen sehr wichtigen Platz nimmt die Bag(lama im Alevitentum ein. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Gebets (Cem), in der unter Verwendung der Bag(lama Gedichte (Deyis) vorgetragen oder gesungen werden, sowie der Semah getanzt wird. Nahezu jeder alevitische Geistliche spielt Bag(lama, da es ohne diese nicht möglich ist den Cem zu leiten.

 

 

 

 

Buzuq:(kommt vom türkischen „basibozuk)

 


Die Buzuq stellt einen wichtigen Bestandteil im Repertoire der Rhabani- Musik dar. Sie entspricht am ehesten der westlichen Viola. Bevor Rhabanis das typische Streichinstrument in der Orchesterbesetzung wurden, verband man die Buzuq hauptsächlich mit Zigeunermusik des Libanon oder Syrien. Das langhalsige Instrument ist mit zwei Metallsaiten bespannt, die mit einem Plektrum gespielt werden.

Tar:

Tar

Ein türkisches Volksinstrument, das mit Schlagring gespielt wird. In der Region von Kars wird es geläufig gespielt. Außerdem ist es auch in Aserbaidschan, I.ran, Usbekistan und Georgien verbreitet.
Der Trog besteht aus zwei Schüsseln unterschiedlicher Größe und wird am meisten aus Maulbeerbaum hergestellt. Auf den Korbteil befindet sich ein Häutchen des Büffel. Der Stiel wird aus hartem Holz hergestellt und darüber befinden sich Bünde aus Misina.
Auf der Tar befinden sich zwei Hauptsaitengruppen. Die Saiten der ersten Gruppe werden bei der Klangherstellung verwendet und bestehen aus drei Gruppen mit je zwei Saiten. Die Saiten der anderen Gruppe bestehen aus Saiten die Kök und Zeng genannt werden, der Tonfolge nach gespielt werden und einen reichen Klangton herausgeben.

 

Gimbri:

Gimbri

Die Gimbri (auch als Guinbri, Gmbri, Gnibra, Gombri, Gunbri und Gunibri bekannt) ist eine 1-1,5 Meter lange Laute mit 1-3 Saiten. Sie hat einen langen runden Hals und einen rechteckigen Körper, welcher mit Tierhaut überzogen ist. Die Saiten sind normalerweise aus Schafsdarm und werden nicht mit Wirbeln, sondern mit einem Lederband am Hals befestigt.

Die Gimbri ist ein westafrikanisches Instrument, das seine Wurzeln in Guinea hat und wahrscheinlich im 13. oder 14. Jahrhundert mit den Gnawa nach Marokko kam. Sie ist daher eher ein afrikanisches als ein arabisches Instrument. Heute ist sie jedoch zu einem typisch marokkanischem Instrument geworden.
Da die Gimbri mit Leder überzogen ist, wird sie nicht nur als Saiteninstrument, sondern auch oft als Trommel verwendet. Das heißt man kann mit ihr trommeln und gleichzeitig auch Töne spielen.

 

 

 

Sitar:

 

Sitar


Die Sitar (aus dem persischen: Setar „Dreisaiter“) ist ein indisches Zupfinstrument mit 2 bis 4 Spielsaiten, 3 bis 4 Bordunsaiten, die auf den Grundton der Tonleiter gestimmt und für rhythmische Akzente verwendet werden (so genannte Chikarisaiten), und 11 bis 14 Resonanzsaiten. Sie gehört zur Familie der Langhalslauten.

Das Musikinstrument besteht aus einem getrockneten Kürbis als Resonanzkörper und einem langen Hals, auf dem sich verschiebbare Messingbünde befinden, mit Hilfe derer man durch seitliches Verziehen der Saite die Tonhöhe um bis zu einer Quinte erhöhen kann. Der Steg (Jovari) hat eine besondere gekrümmte Form, so dass die Saiten nur zum Teil aufliegen und dadurch den besonders obertonreichen Klang erzeugen. Die Saiten werden mit einem Plektrum aus Draht (Mizrab) angeschlagen, das auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt wird.
Der Grundton in der Stimmung der Sitar kann individuell – je nach Klangideal – gewählt werden und liegt meistens zwischen C und D.
Die Sitar ist das bedeutendste Instrument der klassischen nordindischen Musik und gilt mittlerweile weltweit als das am schwersten zu meisternde Musikinstrument überhaupt. Sie wird meistens solistisch gespielt, in der Begleitung von Tabla und Tanpura.


 

 

 

  


 

Santur:


Der Santur ist eine Art Hackbrett, die in der persischen und indischen Kunstmusik gespielt wird. Der persische Name bedeutet hundert Saiten. Er gehört einer Instrumentenfamilie an, die von Westeuropa bis China verbreitet ist. Das Instrument mit einem Nussbaumkorpus ist in Form eines Trapezes angefertigt und verfügt über 92 Drahtsaiten. Das Instrument welches mit Holzschlegeln gespielt wird, verfügt über einen reinen, metallischen Klang.

 

Die Wirbel sind an den Seiten des trapezförmigen Kastens angebracht. Für jeden Ton gibt es drei oder vier Saiten und einen einzelnen Steg. Dadurch ist es möglich, Einzeltöne für den gespielten Modus umzustimmen. Der Santur wird mit leichten Holzschlegeln gespielt. Die Santur wird in Ensemble oder Solo gespielt. In Persien wird der Santur in der klassischen hochvirtuosen Kunstmusik gespielt. Es handelt sich um eine kammermusikalische, sehr intime Tradition.

 

Streichinstrumente:

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Kemence:


Kemençe ist die moderne türkische Schreibweise einer Gruppe von Streichinstrumenten, die mit ähnlichen Namen, aber oft unterschiedlicher Bauart sowie mit unterschiedlichen Namen, aber ähnlicher Bauart in der Volks- und Kunstmusik des Irans, der Türkei, der zentralasiatischen Staaten, der Kaukasusstaaten, des Vorderen Orients, Nordafrikas, des Balkans und Westeuropas Verwendung finden. Zu dieser Gruppe gehören auch historische Instrumente der genannten Regionen sowie historische Instrumente des Abendlandes. In der Türkei sind mit kemençe zwei Instrumente gemeint, die armudi kemençe oder fas?l kemençe und die karadeniz kemençesi. Eine kemençe anderer Bauart ist die türkische kemane oder kabak kemane.

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Kabak Kemane:

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Ist ein volkstümlich -türkisches Streichinstrument. Es zeigt Unterschiede durch die Regionen und Formen. Es ist bekannt, dass die I.nstrumente unter den Namen Kabak, Kemane, Ikl?g(, Kabak, Rabab, im Bezirk Hatay Hegit, im Südosten Rubaba, in Aserbaidschan Kemança und bei den zentralasiatischen Türken G?cak, G?ccek oder G?jek den gleichen Ursprung haben.
Der Trogteil wird am meisten aus Riesenkürbis hergestellt. Der Stiel wird aus hartem Holz hergestellt. Unter dem Gehäuse befindet sich eine Welle aus Holz oder Metall. Diese Welle wird auf das Knie gestellt und somit ist es möglich, dass die Instrumente nach links und rechts gestellt werden können. Der Bogen wird mit Verbindung der Pferdehaare auf die Stengel hergestellt. Als man der Kabak Kemane früher aus Darm hergestellte Saiten- namens Kiris, verbindete -  gebraucht man heutzutage Saiten aus Metall.

Die Kabak Kemane ist ein Instrument ohne Bünde, mit der jede Art chromatische Töne leicht zu spielen sind. Sie hat die Eigenschaft einen Ton lang zu spielen und kann Legato, Staccato und Pizzicato spielen.

 


Karadeniz Kemencesi:

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Ist ein volkstümlich-türkisches Streichinstrument. Wie man aus dem Namen entnehmen kann, ist dieses Instrument im Schwarzmeer Gebiet sehr verbreitet. Der Trogteil der Kemençe wird aus Maulbeerbaum, Pflaumenbaum und aus Wacholderbaum hergestellt. Die Stange des Bogens wird am meisten aus Rosen und Buchsbaum hergestellt. An die Spitzen des Bogens werden Pferdehaare gebunden.
Diese Kemençe ist ein Instrument aus drei Saiten. Früher wurden der Kemençe Saiten aus Darm gebunden, heute werden meist Saiten aus Metall verwendet.
Die Kemençe ist ein Instrument ohne Bünde. Jede Art von chromatischen Tönen kann man leicht erreichen. Die Kemençe wird am meisten auf zwei Saiten gleich getastet, so dass gleichzeitig parallel vier Töne produziert werden können. Außerdem wird es mit einer speziellen Spieltechnik aus dem Handgelenk gespielt.


Rababa Kamandscha & Dschose:


Die Rababa ist eines der ältesten Saiteninstrumente überhaupt. In ihrer ursprünglichen Form besaß sie nur eine Seite; der Korpus variierte von Region zur Region und bestand z.B. aus einer halben Kokosnuss, die mit Schaf- oder Fischhaut bespannt wurde oder einem Schildkrötenpanzer. Die moderne Form verfügt über zwei Saiten, die mit einem Bogen gespielt werden. Die Rababa gilt als Urform der Kamandscha (4-saitig bespannt), aus der sich später die europäische Violine entwickelte. Von Al-Farabi (=Abu Nasr Muhammed al-farabi (arabisch: ??? ??? ???? ???????? , DMG Abu- Nas.r Muhh.ammad al-Fa-ra-bi-), latinisiert Alpharabius, auch Alfarabi, El Farati, Avenassar (*um 870; † 950 in Damaskus) war ein muslimischer Philosoph und Gelehrter aus Zentralasien. In der Wissenschaftsgeschichte des Islam wird al-Fa-ra-bi- als „Zweiter Lehrer“ nach Aristoteles gesehen. Er kannte die meisten philosophischen Texte griechischer Autoren (Aristoteles und alle wichtigen Kommentare, Platon), die bis dahin auf Persisch oder Arabisch vorlagen, und trieb auch die Übersetzung weiterer Texte voran. Er beschäftigte sich mit Logik, Ethik, Politik, Mathematik, Philosophie und Musik.
Neben al-Kindi, al-Ra-zi, Avicenna, und al-Ghazali ist al-Fa-ra-bi- einer der wichtigsten Vertreter der islamischen Philosophie. Er gehört mit zu den herausragenden und umfassenden Denkern des 10. Jahrhunderts und gilt als größter Theoretiker der islamischen Musikgeschichte.
Aufbauend auf der aristotelischen Logik entwickelte er eigene Ansätze, die über Jahrhunderte immer wieder herangezogen und intensiv diskutiert wurden. Besondere Wirkung, auch in hebräischen und lateinischen Übersetzungen des 11. und 12. Jahrhunderts, entfaltete sein wissenschaftstheoretisches Grundlagenwerk Kita-b ih.s.a-? al-?ulu-m .
Sein Kita-b al-mu-si-qi- al-kabi-r gilt als umfassendste Schrift der islamischen Musiktheorie und Musiksystematik. In seinen Schriften zur Musik verband er seine detaillierten Kenntnisse als ausübender Musiker und seine sachliche Präzision als Naturwissenschaftler mit der Logik der Philosophie. Vgl Bild rechts oben, Illustration aus Kita-b al-mu-si-qi- al-kabi-r, ein „ša-h-ru-d“ genanntes Musikinstrument)
wurde sie bereits im 10. Jahrhundert als Bestandteil des arabischen Orchesters beschrieben. Vom arabischen Andalusien aus nahm die Rababa den gleichen Weg wie die Laute und wurde in Europa im frühen Mittelalter als „Fiedel“ bekannt. Diese ist bekanntermaßen die Vorläuferin der Violine. Im 20. Jahrhundert ersetzte man im arabischen Kunstmusik- Orchester im Zuge der „Erneuerung“ die Rababa durch die europäische Violine, die Kamandscha oder Dschose.

 

 


Imzad:

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Der Imzad ist eine einseitige Fidel, mit hölzernem Korpus und einer Ziegenfell- Bespannung. Der Steg ist zweiteilig. Gespielt wird das Instrument mit einem gerundetem Bogen mit Roßhaarbe.

 

Gimbri:

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Die Gimbri (auch als Guinbri, Gmbri, Gnibra, Gombri, Gunbri und Gunibri bekannt) ist eine 1-1,5 Meter lange Laute mit 1-3 Saiten. Sie hat einen langen runden Hals und einen rechteckigen Körper, welcher mit Tierhaut überzogen ist. Die Saiten sind normalerweise aus Schafsdarm und werden nicht mit Wirbeln, sondern mit einem Lederband am Hals befestigt.

Die Gimbri ist ein westafrikanisches Instrument, das seine Wurzeln in Guinea hat und wahrscheinlich im 13. oder 14. Jahrhundert mit den Gnawa nach Marokko kam. Sie ist daher eher ein afrikanisches als ein arabisches Instrument. Heute ist sie jedoch zu einem typisch marokkanischem Instrument geworden.
Da die Gimbri mit Leder überzogen ist, wird sie nicht nur als Saiteninstrument, sondern auch oft als Trommel verwendet. Das heißt man kann mit ihr trommeln und gleichzeitig auch Töne spielen.

Blasinstrumente:

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Nay:


(Nai, Ney, Talawat, Nira, Gasba, Fahl) Die Nay ist eine an beiden Seiten offene Längsflöte aus Bambus- oder Schilfrohr von etwa 60 bis 70cm Länge, mit 5 bis 7 Grifflöchern vorn und einem Daumenloch auf der Rückseite. Die Nay ist von der Struktur her ein einfaches Instrument, und ist im Vergleich zum Kanoun, einfacher zu spielen. Der Ton wird erzielt, indem man das obere Ende an die oberen Schneidezähne hält, und gegen den Rand der vorderen Öffnung bläst. Die Tonhöhe wird dabei durch die Länge der Flöte bestimmt. Die Nay hat in der arabischen Welt einen besonders hohen Grad an virtuoser Klangqualität erreicht, die besondere Seelische Stimmungen, z.B. Sehnsucht und Zerrissenheit, sehr gut auszudrücken vermag.
Historie: Das Instrument hat seinen Ursprung im alten Orient. Archäologen fanden Belege dafür auf ägyptischen Artefakten aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.. In Persien beschreibt das Wort Nay eine einröhrige Reedflöte, deren Ursprünge auf die Sumerer (Die Sumerische Kultur ist die Kultur des altorientalischen Volkes der Sumerer, das im Süden Mesopotamiens - im Land Sumer - im Laufe des 4. Jahrtausends v. Chr. den Übergang zur mesopotamischen Hochkultur entscheidend mit beeinflusst oder sogar hauptsächlich getragen hat.
Die Sumerer nannten ihr Land "ken-gir" und ihre Sprache "eme-gi(r)", der Begriff "Šumeru" ist die akkadische Bezeichnung für das Land und Volk der Sumerer, eine Bezeichnung, die seit dem 19. Jhdt. nach der Wiederentdeckung der sumerischen Schrift, Sprache und Kultur wiederum für die Bezeichnung der Kultur und der Sprache verwendet wird.) zurückgeht.
Die Sufi (Der Sufismus (arabisch: ???? , tasawwuf, persisch: ????? , Erfan), veraltet auch Sufitum oder Sufik, gilt allgemein als die islamische Mystik. Über die Jahrhunderte hinweg haben Sufis ihre Lehre in einen engen Zusammenhang mit der islamischen Tradition gebracht. Der Sufismus ist somit Teil des Islam und nicht von ihm getrennt zu betrachten. Vielmehr haben Sufis ihre Tradition als inneren Kern des Islam verstanden. Ein Sufi ist somit immer ein Muslim. Einen Anhänger des Sufismus nennt man Sufi oder auch Derwisch. ) und die Derwische benutzten die Nay schon seit dem 11. Jahrhundert, um ihre Trance- Zeremonien zu begleiten, vgl. Bild unten.


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Mizmar (Baladi):


Das Mizmar ist - wie das Wort „Baladi“ unterstreicht – ein volkstümliches Blasinstrument, der Oboe oder Klarinette ähnlich. Mit kleinen Abweichungen in Form, Material und Größe ist das Mizmar in der gesamten arabischen Welt verbreitet. Er findet lediglich in der Volksmusik, nicht aber in der Kunstmusik Verwendung. Dieses volkstümliche Blasinstrument verfügt über einen wahrhaft durchdringenden Klang. In der Saidi- und Baladi –Musik begegnet man sie sehr oft. Form, Größe und Material variieren von Instrument zu Instrument.

 

 

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Gaitha (Dhaita, Rhaita, Rhita, Ghayta, Oboe):


Die Gaitha produziert einen lauten und spektakulären Klang. Diese Art von „Oboe“ findet sich überall in der arabischen Musik, vor allem in der nordafrikansichen Folklore. Die konische hölzerne Flöte mit ihren 6 bis 8 Grifflöchern mündet in einem Sack und ist mit einem Metallmundstück versehen. Ähnlich wie bei der Mizmar nutzt der Musiker hier die zirkulare Atmung, um einen dauerhaften Ton zu produzieren. Das Instrument wird bei öffentlichen Ankündigungen und bei Festlichkeiten eingesetzt.

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Mijwiz & Minjayrah:


Mijwiz was im arabischen soviel wie doppelt bedeutet, ist so was ähnliches wie eine doppelte Klarinette, die vor allem in Syrien, Libanon und Palästina gespielt wird. In Nordafrika gibt es ein vergleichbares Instrument: das Maqrum. Der Ton wird wie bei einer Panflöte erzeugt – nur, dass man zusätzlich die Grifflöcher benutzt. In der Hand eines Künstlers kann dieses Instrument sehr gut einen Dialog zwischen zwei unterschiedlichen Stimmungen interpretieren.
Das Mijwiz (Midwiz, Minjayrah) ist ein Holzblasinstrument mit zwei Einfachrohrblättern und zwei zylindrischen Röhren gleicher Länge, die durch Fadenwicklungen an beiden Enden starr miteinander verbunden sind. Die jeweils 5-8 (bisweilen auch mehr) relativ großen Grifflöcher beider Röhren sind jeweils paarig auf einer Höhe angeordnet. Beide Röhren sind im Einklang zueinander gestimmt. Als Material kommen Pflanzenhohlstängel (meist Bambus) zum Einsatz. Das Instrument taucht bereits im alten Ägypten auf und wird bis heute nahezu unverändert gebaut. Traditionell wird das Mijwiz meist mit Zirkularatmung und unisono gespielt, es ist aber auch ein zweistimmiges Spiel möglich. Gelegentlich wird das Mijwiz auch als Arghoul bezeichnet, obwohl dieses sehr ähnliche Instrument aus einer Röhre mit Grifflöchern und einer grifflochlosen Röhre, die als Bordun dient, besteht.

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Zurna:

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Zurna ist der türkische Name für eine Gruppe von Kegeloboen.
Sie haben ihren Namen su-rna- wahrscheinlich in Persien erhalten und haben als zurna (das türkische „z“ ist ein stimmhaftes „s“) oder in ähnlicher Schreibweise hauptsächlich in den Ländern des ehemaligen Osmanischen Großreiches ihre Verbreitung gefunden. Sie dürften aber in manche Gegenden, so etwa auf den Balkan, schon vor den türkischen Eroberungen, meist durch dorthin geflüchtete Roma gekommen sein. Die Etymologie des Namens su-rna-/zurna ist ungeklärt. Die frühesten türkischen Termini für vergleichbare Instrumente der asiatischen Turkvölker waren im 10. Jahrhundert y?rag( und yorag(. Die Zurna gilt als Urahn der europäischen Oboe.
Bauart:
Kegeloboen werden aus einem einzigen, kegelförmigen Stück Holz gedrechselt. In der Türkei wird dafür das Holz von Wacholder und Pflaume bevorzugt. Die meisten Arten des zurna-Typs sind im Griffbereich zylindrisch und zur Stürze hin konisch gebohrt.
Sie besitzen ein Doppelrohrblatt, 3–8 Grifflöcher und ein zur Mitte der Rückseite hin versetztes Daumenloch, zusätzlich manchmal eine Vorrichtung, mit der alternative Töne und Klänge erzeugt werden können. Diese Technik wird allerdings heute nicht mehr genutzt.
Vom Prinzip her handelt es sich um Windkapselinstrumente, da der Spieler das Mundstück meist so tief in den Mund nimmt, dass die Rohrblätter darin frei schwingen und nicht mit den Lippen korrigiert werden können. Dabei hilft ihm eine abnehmbare Lippenstütze. Dieser Ansatz wird oft in Verbindung mit der Zirkularatmung eingesetzt. Im Schalltrichter, der Stürze, findet man gelegentlich Grifflöchern ähnliche „Teufelslöcher“ (s,eytan delikleri) , deren klanglicher Sinn und musikalische Verwendung heute nicht mehr geklärt werden können. Die zurna gibt es in der Regel in dreierlei Größen, türkisch als kaba („groß“ im Sinne von klanggewaltig, wörtlich „dick“), orta („mittel“) und cura („klein“) bezeichnet.

 

Kaval:

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Ist ein volkstümlich türkisches Blasinstrument. Unter dem Volk ist es auch als Hirteninstrument bekannt. In verschiedenen Regionen ist es auch unter den Namen Guval, Kuval bekannt. Es ist bekannt, dass der Hirte die Schafherde mit dem Kaval richtet. Es wird vermutet, dass der Ursprung des Wortes Kaval aus dem Wortwurzel 'Kav' abgeleitet ist, welches die Bedeutung  Hohl hat. Es hat ungefähr 2, 5-3 Oktaven. Unter den heutigen Volksmusikgruppen wird es als eine Klangfarbe verwendet. Es ist ein Instrument, das in der Gruppe Solo gespielt werden kann. Der Kaval schützt seine Klangeigenschaft, der mit anderen Instrumenten gemeinsam gespielt werden kann.

Der Kaval wird nicht in einer bestimmten Standartgröße hergestellt, deswegen  kann man eine Länge zwischen 30cm. und 80cm, und einen Durchmesser von ungefähr 1.5 cm feststellen. Im oberen Teil befinden sich 7cm, im unteren Teil 1cm Luftloch. Außer diesen Luftlöchern befinden sich im Unterteil 4 Luftlöcher die S,eytan Delig(i und Hazreti Ali genannt werden.
Der Kaval hat zwei Arten, die Dilli Kaval und Dilsiz Kaval heißen. Er wird aus Pflaumenbaum hergestellt. Im Unterteil hat der Kaval 4 Luftlöcher die S,eytan Delig(i und Hazreti Ali genannt werden.

Cigirtma:

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Ist ein volkstümlich -türkisches Blasinstrument. Ç?g(?rtma wird aus dem Flügelknochen des Adlers hergestellt. Das mehr von Hirten gespielte Instrument ist heutzutage beinahe Vergessen. Es hat insgesamt sieben Luftlöcher von denen sechs oben und eins unten ist. Die Länge beträgt ungefähr 15-30 cm.

 

 

 


Tulum:

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Ist ein volkstümlich türkisches Blasinstrument. Es besteht aus drei Teilen die Lederteil (Deri), Nav und Ag(?zl?k genannt werden. In das Lederteil wird Luft eingeblasen und mit Druck unter dem Arm wird die Luft in das Teil Nav geleitet. Der Teil Nav ist der Klangteil. Es besteht aus zwei Teilen, die Anal?k und Dillik genannt werden. Der Teil Ag(?zl?k dient für die Luftbeigabe in das Lederteil des Sackes.
Das Tulum wird in den Gegenden Trabzon, Rize, Erzurum, Kars, im Gebiet Nord und Südanatolien und im Traziengebiet gespielt. Der am meisten aus Lamm und Ziegenleder hergestellte Tulum wird in Trazien Gayda genannt.

 


Sipsi:


Sipsi das ein volkstümlich türkisches Blasinstrument ist wird aus Knochen, Holz oder aus Rohr hergestellt. Das aus Rohr hergestellte ist verbreiteter. An der Spitze befindet sich noch ein aus Rohr hergestelltes kleines Stück. Dieser Teil wird ganz in den Mund genommen und geblasen. Im ägäischen Gebiet der Türkei ist es sehr verbreitet. Es hat insgesamt sechs Luftlöcher von denen fünf Oben, und eins Unten ist.

 

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Cifte:


Ist ein volkstümlich -türkisches Blasinstrument. Es wird durch Befestigung zweier Schilfröhren eineinander  hergestellt. An die Spitzen der beiden Röhren werden zwei kleine Röhren für den Klang angesetzt. Diese zwei Röhren werden in die Mundhöhle genommen und gleichsam geblasen.
Es gibt zwei Arten von Çifte, die Demli Çifte und Demsiz Çifte heißen. Bei Demli Çifte ist einer der Rohre ohne Luftloch und gibt nur einen Maßklang. Das andere Rohr dagegen hat Luftlöcher und die eigentliche Melodie wird hier gespielt.
Die Çifte ist in verschiedenen Regionen unter den Namen Argun, Argul, Karg?n, Zamb?r bekannt.

 

Percussion:

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Davul:


Die Davul, im osteuropäischen Raum auch Tupan genannt, ist eine große Trommel, welche im gesamten orientalischen Raum Verbreitung fand. Vor allem ist sie in der türkischen Volksmusik verankert. Sie hat einen flachen hölzernen Korpus, der mit zwei unterschiedlichen Fellen bespannt ist. Sie zählt zur Familie der Rahmentrommeln. Der Spieler trägt sie an einem Riemen über der linken Schulter. Das höhere (rechte) Fell wird mit einer dünnen Gerte, das tiefere (linke) mit einem massiven Schlägel geschlagen. Die Davul wird häufig mit dem Doppelrohrblatt-Instrument Zurna zusammen gespielt. Diese Kombination findet sich in vielen asiatischen Ländern. Über die Janitscharenmusik gelangte sie als große Trommel in die westliche Militär- und Orchestermusik. Bei der Erfindung des Jazz-Schlagzeugs stand sie Vorbild für die Bass-Drum. Heutzutage findet man die Davul aufgrund ihres durchdringenden Klangs vermehrt auch in der Musik der Mittelalterszene.

 

 

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Nagara: 

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Ist ein volkstümlich türkisches Schlaginstrument. Es wird unter den Arm genommen und mit den Händen geschlagen. Im Unterschied zum normalen Davul ist es länger. Der Durchmesser dagegen kürzer.

 

Tef:

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Ist ein volkstümlich türkisches Schlaginstrument. Es wird durch die Spannung eines Leders auf einen Reifen aus Metall oder Holz hergestellt. Es hat zwei Arten, die Zilli Tef und Zilsiz Tef genannt werden.


Kasik:

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Ist ein volkstümlich türkisches Schlaginstrument, besonders die aus Buchsbaum hergestellten werden angenommen. Der Stiel wird zwischen den Fingern, der Rücken der ovalen Seite in die innere Hand genommen und in dieser Weise gespielt. Außerdem gibt es verschiedene Griffweisen.

 

 

Frame Drums:

Rahmentrommeln sind Trommeln, deren Durchmesser größer ist, als die Korpustiefe; also alle Trommeln, die einem Tambourine ähneln – mit oder ohne Schellen. Es scheint fast so, dass überall auf der Welt solche Trommeln in Gebrauch sind – sei es die ägyptische Duff, Riq, syrische Duff, oder solche im pakistanischen Stil, Celtic Trommeln, Trommeln der Ureinwohner Amerikas, aus Persien, Marokko, Usbekistan oder Indien. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle aus den verschiedensten Materialien – Holzrahmen bespannt mit Ziegen-, Kalbs-, Fisch-, Rind-, oder aus synthetischen Fellen.
Handtrommeln aus den mittleren Osten bestehen oft aus den unterschiedlichen Materialien – Ton oder Metall – Kupfer, Bronze, Aluminium. Dazu eine Vielzahl von Bespannungen. Es ist also nur logisch, dass es auch eine große Bandbreite an Tonstimmungen und Temperamenten gibt, um den Klang des dunklen „dum“ und des hohne „tak“ zu variieren.

 

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Riq:

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Das Riq (oder Riqq) ist eine arabische Tambourin-Trommel. Es zählt zur Gruppe der Rahmentrommeln .Der Durchmesser der Trommel beträgt ca. 24cm und die Höhe ca. 6cm. An der Seite des Riq sind Schellen angebracht, z.B. in der Anordnung 5x2x2 Schellen. Früher wurde das Riq mit Fischhaut bespannt, aber heute nimmt man meist Ziegenfell dafür. Das Riq findet Verwendung in der arabischen Volksmusik, der klassischen arabischen Musik und auch zur Begleitung des Orientalischen Tanzes. Das Riq ist eine Schellentrommel. Der Rahmen ist mit Mosaikplättchen verziert. Darin eingelassen sind zehn Schellenpaare, die in zwei direkt übereinander liegenden Reihen von Schellenöffnungen in gleichmäßigen Abständen rings um den Trommelrand angebracht sind.

 

 

Duff oder Mizhar:

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Duff bzw. Mizhar sind ebenfalls genau wie der Riq Schellentrommeln. Der Duff mit einem Durchmesser von 30 bis 40 cm, ist insgesamt flacher als der Riq und hat nur fünf Schellenpaare. Interessanterweise wird der Duff nur von Frauen, früher meist älteren gespielt, und ist damit speziell der Bauchtanzmusik zugeordnet. Der Duff ist ein uraltes Instrument, auf den sich bereits die Tänzerinnen im alten Ägypten begleitet haben.

Bendir:


Das Bendir ist eine von Marokko bis hin zum Irak gebräuchliche, einfellige Rahmentrommel mit etwa 40 bis 70cm Durchmesser. Die Zarge ist ca. 10 bis 20cm hoch. Unter der Trommelmembran (meist Ziegenhaut) verlaufen zwei Snare- Strings- dem typischen Berber Sound. Das Bendir ist dem religiösen Bereich zuzuordnen, oftmals findet man daher auch Koransuren als Dekor.

Das Bendir ist ein in den arabischen Ländern und in Nordafrika verbreitetes Schlaginstrument, das einem großen Tamburin ohne Schellen ähnlich ist. Es besteht aus einem mit Ziegenleder bespannten Holzrahmen. Das Bendir ist die Basis der algerischen Musikrichtung Raï, bei der dieses Instrument zur Rhythmisierung eingesetzt wird. In Marokko wird der Bendir häufig in Gruppen unterschiedlich großer Instrumente gespielt. Die marokkanischen Trommeln haben meisten Schnarrsaiten. Es zählt zur Familie der Rahmentrommeln. Bei verschiedenen Sufiorden wird das Bendir oft zur Begleitung der Ilahis (religiöse Lieder) verwendet. Der Name Bendir steht im deutschen Sprachraum meist für eine arabische Rahmentrommel mit Schnarrseiten, wohingegen in Frankreich und den Niederlanden beispielsweise die Bezeichnung sich auf alle arabischen Rahmentrommeln bezieht.

 

 


Darbuka (Durbakka, Dunbak, Tabla):

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Die Darbuka ist eine Trommel aus dem arabischen Raum. Sie besteht aus einem kelchförmigen Körper, der traditionell aus Ton gefertigt ist und mit Fischhaut oder Ziegenfell bespannt ist. Sie wird entweder stehend gespielt, indem man sie unter dem Arm klemmt oder auch sitzend, dann ruht die Trommel auf den Oberschenkeln. In der Volksmusik wird die Darbuka übrigens auch von Frauen gespielt, in der Kunstmusik jedoch ausschließlich von Männern. Die Spannung wird durch Hitze oder Reibung künstlich erhöht, um einen satten, hellen Klang zu erzeugen. Die Darbuka ist ein äußerst populäres Instrument in der gesamten arabischen Welt und somit auch für den orientalischen Tanz unverzichtbar.
Moderne Darbukas sind oft aus Metall gefertigt, wobei die türkischen Modelle aus Aluminium-, Kupfer oder Messingblech bestehen, und die ägyptische Variante aus Aluminium gegossen wird. Die Trommelfelle sind meist aus Kunststoff, doch werden auch bei neueren Modellen Naturfelle verwendet, um einen wärmeren, bassigeren Ton zu erzielen, der sich von den hohen Klängen der Plastikfelle unterscheidet. Als Umschrift für die  arabische Bezeichnung ????? wird auch Derbouka oder Darbouka verwendet. Die beiden grundlegenden Schläge, die die Darbuka erzeugen kann, sind ein Basston (dum), der mit der ganzen Hand in der Mitte zwischen Rand und Mittelpunkt gespielt wird und ein hoher Ton (tak), der mit den Fingern direkt am Rand gespielt wird. Davon können zahlreiche technische und klangliche Varianten abgeleitet werden.

 

 

 


 


Naqqarat:

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Die Naqqarat ist ein Trommelpaar aus Ton- oder Kupferkesseln, die mit Kamelhaut bespannt sind. Sie werden sowohl in der Kunst- und der Volks- wie auch in der religiösen Musik angewandt. Die Trommel wird mit zwei Schlegeln geschlagen (dum auf der rechten, tak auf der linken Trommel), wobei der Musiker im Schneidersitz sitzt. Die Naqqarat gibt es in verschiedenen Größen – bis hin zu riesigen Exemplaren (Naqarya und Naqrazen genannt), die bei Prozessionen links und rechts auf Kamelen oder Eseln transportiert werden, wobei der Musiker auf dem Rücken des Tieres sitzt.

 
Zymbeln: (Sagat, Zagat, Zills)

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Zymbeln sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Sie sind eines der wichtigsten Begleitinstrumente der Bauchtänzerinnen. Zymbeln sind Schellenpaare, die am Daumen und Mittelfinger befestigt werden und die von Tänzerinnen zu bestimmten Rhythmen gespielt werden. Auf der Basis von 'geschlossenen', 'kreisenden' und 'offenen' Klängen gibt es eine beachtliche Bandbreite von Sounds. Auch die Schellen vom Reqq werden übrigens Zymbeln genannt. 

Chitarrone:

 

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Der Chitarrone war die größte Art der Bass- oder Erzlauten (ital. „Arciliuto“). Zu den regulären Griffsaiten kamen 5 bis 8 unveränderliche Bordunsaiten hinzu. Im Gegensatz zu den Darmsaiten der Laute war der Chitarrone mit Metallsaiten bespannt, die für mehr Brillanz im Ensemblespiel sorgten. Neben Solokompositionen (z .B. Johann  Kapsberger: “Intavolatura di Chitarrone è di Lauto”, Rom 1611) wurde das Instrument vorwiegend  zum Generalbassspiel verwendet. Dieses Instrument namens Chitarrone bezeichnet man auf deutsch als Theorbe.
Die Theorbe (ital. Tiorba, franz. Tuorbe, engl. Theorbo) ist ein Musikinstrument, das als Zupfinstrument zu den Saiteninstrumenten gehört. Der Name Theorbe bezeichnet eine Reihe verschiedener Basslauten, so genannter Erzlauten, deren Gemeinsamkeit in einem zweiten Wirbelkasten zur Besaitung mit Bordunsaiten besteht: Liuto attiorbato,Arciliuto, Chitarrone, französische Théorbe des pieces, English Theorbo, Archlute, deutsche Barocklaute, Angelique / Angelica. Die Etymologie des Namens ist bisher ungeklärt.

 

Historie:
Die neue Musik ab 1600 (Monodie, Giulio Caccini) erforderte Instrumente mit einem tiefen Bassregister zur Begleitung. Tiefere Darmsaiten der Laute kann man entweder immer dicker herstellen oder immer länger. Da die Dicke eine Grenze hat, wich man in die Länge aus und entwickelte den zweiten Wirbelkasten an einem verlängerten Hals.
Ein weiteres Kennzeichen der verschiedenen Theorbentypen ist ihre Größe und die damit verbundene lange Griffbrett-Mensur, die zwischen 76 und 98 cm variieren kann. Darmsaiten, die so lang sind und trotzdem einen hohen Ton geben sollen, können nicht hergestellt werden. Deswegen müssen bei manchen Typen der erste oder auch der erste und zweite Chor eine Oktave tiefer gestimmt werden (Chitarrone, Théorbe des pieces, Archlute), so dass der dritte Chor der höchste ist.

Quellenverzeichnis:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki
  2. http://www.discoverturkey.com/german/sanat.html
  3. http://www.almazah.de/knowhow/musik-instr.htm

 

Habib Hassan Touma
Die Musik der Araber
Taschenbuch zu Musikwissenschaft No. 37
Verlag Noetzel, Heinrichshofen-Bücher
Wilhelmshaven 1989
ISBN 3-7959-0182-0

  • Khaled Seif Abou Zeid: „Musik Rhythmus & Tanz im Orient“
  • Dietlinde Karkutli: „Das Bauchtanzbuch“